Nach der Landtagswahl kommt Bewegung in die Gespräche über die künftige politische Zusammenarbeit. Der Landesvorstand des BSW hat einstimmig beschlossen, ein Gesprächsangebot der AfD anzunehmen. Besprochen werden sollen unter anderem Energieversorgung, Bildung und Friedenspolitik. CDU, SPD, Grüne und Linke haben entsprechende Einladungen der AfD abgelehnt. Ein Termin für das Treffen wurde zunächst nicht genannt.
Das BSW hat zusätzlich eine überparteiliche Expertenregierung für Sachsen-Anhalt ins Gespräch gebracht. Politikwissenschaftler bezweifeln jedoch, dass ein solches Modell unter den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen dauerhaft arbeitsfähig wäre. Die Regierungsbildung bleibt damit auch mehrere Tage nach der Wahl völlig offen.
Am Chemiestandort Leuna droht ein schwerer Einschnitt. Für die insolvente Leuna Polyamid GmbH konnte bislang kein neuer Investor gefunden werden. Bis zu 440 Arbeitsplätze könnten verloren gehen. Zusätzlich gibt es Sorgen über mögliche Auswirkungen auf andere Unternehmen innerhalb des eng miteinander verbundenen Chemieparks.
Im Burgenlandkreis wurden 9.438 Stimmzettel aus 27 Wahllokalen erneut geprüft. Nach Angaben der Kreisverwaltung wurden dabei keine gravierenden Fehler festgestellt. Es gab lediglich geringfügige Abweichungen. Über diese soll der Kreiswahlausschuss entscheiden. Weitere Prüfungen sind dennoch nicht ausgeschlossen.
Nach der Landtagswahl laufen auch in anderen Teilen Sachsen-Anhalts Nachzählungen und Kontrollen. Betroffen sind unter anderem der Landkreis Wittenberg, die Börde, Dessau-Roßlau und der Altmarkkreis Salzwedel. Hintergrund sind beispielsweise unvollständig ausgefüllte Niederschriften oder fehlerhaft übertragene Ergebnisse.
Die Landeshauptstadt muss für 2027 mit einer Haushaltslücke von rund 47 Millionen Euro rechnen. Deshalb schlägt die Stadt verschiedene Sparmaßnahmen und zusätzliche Einnahmen vor. Dazu gehören höhere Kita-Beiträge, steigende Parkgebühren und Änderungen bei kommunalen Steuern. Insgesamt soll der Haushalt bis 2034 um rund 200 Millionen Euro entlastet werden.
Die Dessauer Verkehrsbetriebe verschieben einen größeren Umstieg auf Elektrobusse. Als Grund werden vor allem hohe Anschaffungs- und Infrastrukturkosten genannt. Stattdessen wurden elf neue Busse angeschafft, die mit Bio-Erdgas fahren. Experten sehen Elektroantriebe langfristig dennoch als wichtigen Bestandteil eines klimafreundlicheren Nahverkehrs.
An den elf Hochschulen und Hochschulkliniken des Landes waren Ende 2025 insgesamt 23.541 Menschen beschäftigt. Das waren 334 Mitarbeiter beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal gab es sogar einen Zuwachs von vier Prozent.
Am Strandbad Stöbnitz in Mücheln gilt weiterhin ein vorübergehendes Badeverbot. Bei Wasseruntersuchungen wurden erhöhte Konzentrationen von E. coli und intestinalen Enterokokken festgestellt. Das Gesundheitsamt des Saalekreises hatte deshalb das Baden untersagt.
Das Best Western Soibelmanns in der Lutherstadt Wittenberg hat überraschend seinen Betrieb eingestellt. Gäste standen vor verschlossenen Türen, auch die Tourist-Information war nach Angaben des MDR offenbar nicht vorab informiert worden. Gerade vor den touristisch wichtigen Herbstmonaten bedeutet die Schließung einen Rückschlag für die Stadt. Wie es mit dem Hotel weitergeht, ist derzeit offen.
Der Freitag startet in Sachsen-Anhalt frisch und vielerorts freundlich. Besonders am Morgen kann sich häufiger die Sonne zeigen. In Magdeburg werden zum Tagesbeginn etwa 7 Grad erwartet.
Im Laufe des Tages ziehen mehr Wolken auf. Insgesamt bleibt das Wetter aber ruhig und überwiegend trocken. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind für Freitag keine markanten Wetterereignisse zu erwarten.
Die Höchsttemperaturen liegen im Flachland ungefähr zwischen 20 und 23 Grad. Für Magdeburg werden rund 23 Grad erwartet. Damit wird es wieder etwas wärmer als an den vergangenen Tagen.
Der Wind spielt heute keine größere Rolle. Auch Gewitter, Sturm oder größere Regengebiete sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten. Regional können sich am Morgen allerdings einzelne Nebelfelder bilden.
Kurz zusammengefasst: Ein ruhiger und überwiegend trockener Freitag. Nach einem frischen Morgen wechseln sich Sonne und Wolken ab. Die Höchsttemperaturen erreichen etwa 20 bis 23 Grad.
Redaktionsstand: Freitag, 11. September 2026